Welche Entwicklungen beschäftigen die Parkettbranche? Welche technischen und rechtlichen Anforderungen gewinnen an Bedeutung? Und worauf ist bei der Planung und Ausführung besonders zu achten? Antworten auf diese Fragen bot die Herbstversammlung des ISP Parkettverbands am 15. September 2026 in Lenzburg.
Rund 140 Fachpersonen aus der Schweizer Parkettbranche nutzten den Anlass für Weiterbildung und persönlichen Austausch. Für die Roser AG nahm Parkettberater Linus Treyer an der Veranstaltung teil und brachte aktuelle Erkenntnisse für unsere Beratung und Kundenprojekte mit nach Birsfelden.
Parkett im Bad: Schnittstellen frühzeitig klären
Ein Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der Norm SIA 271/1 und den Anforderungen an Abdichtungen im Bad. Gerade beim Übergang zwischen Parkett, Untergrund, Abdichtung und angrenzenden Bauteilen treffen unterschiedliche Gewerke und Verantwortungsbereiche aufeinander.
Damit eine technisch sichere und langlebige Lösung entsteht, müssen diese Schnittstellen bereits bei der Planung klar definiert werden. Entscheidend sind ein geeigneter Untergrund, fachgerecht ausgeführte Abdichtungen und eine sorgfältige Abstimmung zwischen Planern, Parkettlegern und weiteren beteiligten Unternehmen.
Risiken erkennen und richtig dokumentieren
Auch die Anzeige- und Abmahnungspflichten nach Obligationenrecht und SIA 118 wurden anhand von Praxisbeispielen thematisiert. Feuchtigkeit im Untergrund, fehlerhafte Pläne, ein zu enger Terminplan oder ungeeignete Vorgaben können die fachgerechte Ausführung eines Parkettbodens gefährden.
Wer solche Risiken erkennt, muss diese rechtzeitig ansprechen und nachvollziehbar dokumentieren. Eine klare Kommunikation schützt alle Beteiligten und hilft, spätere Schäden, Verzögerungen und Unklarheiten bei der Haftung zu vermeiden.
Für Bauherrschaften und Planer bedeutet dies: Die frühzeitige Einbindung des Parkettfachmanns schafft Sicherheit und kann kostspielige Korrekturen verhindern.
Aktuelle technische und regulatorische Entwicklungen
Weitere Themen waren die neue Holzhandelsverordnung, Herstellervorgaben bei Expertisen sowie typische Schadenfälle und Schädlingsbefall bei Parkett. Diese Beispiele zeigen, dass neben der Auswahl des passenden Produkts auch die technischen Rahmenbedingungen, Verarbeitungsvorgaben und vertraglichen Grundlagen immer wichtiger werden.
Die steigenden Anforderungen verlangen fundiertes Fachwissen und eine sorgfältige Prüfung jedes Projekts. Standardlösungen reichen insbesondere bei anspruchsvollen Einbausituationen nicht immer aus.
Ausblick auf die Parkettbranche
Die Branche blickt trotz verschiedener Herausforderungen zuversichtlich nach vorne. Die Zahl der Lehrverhältnisse ist zwar leicht zurückgegangen, liegt aber weiterhin deutlich über dem Stand von 2024. Gleichzeitig wird die Ausbildung Boden-Parkettleger/in EFZ umfassend überarbeitet. Die Umsetzung des neuen Ausbildungssystems ist für 2029 vorgesehen.
Mit einer neuen Holz-Kampagne möchte der ISP zudem die besonderen Eigenschaften von echtem Parkett stärker ins Bewusstsein rücken. Natürlichkeit, Langlebigkeit, Reparierbarkeit und die individuelle Wirkung des Werkstoffs Holz bleiben wichtige Argumente für Parkett.
Gleichzeitig werden die fachgerechte Planung, die Koordination zwischen den Gewerken und eine lückenlose Dokumentation künftig weiter an Bedeutung gewinnen.
Aktuelles Fachwissen für eine kompetente Beratung
Als Mitglied des ISP Parkettverbands nutzt die Roser AG den regelmässigen Austausch mit Fachpersonen, Herstellern und Branchenpartnern, um technische und regulatorische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.
Die Erkenntnisse aus Weiterbildungen und Branchenveranstaltungen fliessen direkt in unsere Beratung ein. So unterstützen wir Sie nicht nur bei der Auswahl des passenden Parketts, sondern auch bei technischen Fragen, besonderen Einbausituationen und der zuverlässigen Planung Ihres Projekts.
Denn ein hochwertiger Parkettboden beginnt lange vor der Verlegung – mit einer kompetenten Beratung und dem richtigen Aufbau.

